La trama y el desenlace
Jorge Drexler
Wie du diesen Song lernst
„La trama y el desenlace“ bringt 29 Wörter auf Spanisch, 15 Adjektive und 30 Verbformen mit — 74 Lerneinträge insgesamt, Niveau A2+. Geh zuerst das Glossar durch: Auf compañía, mano und cintura stützt du dich am meisten. Dieser Song steht und fällt mit seinen Verben: 30 verschiedene Formen gegenüber 15 Adjektiven, die Arbeit steckt also in der Konjugation. Auf diesem Niveau geht es ums Wiedererkennen: Wort hören, einordnen, weiter.
Die Wörter dieses Songs, in mehreren Sprachen
Jedes Wort hier unten stammt aus diesem Song und ist von uns übersetzt. Der Songtext steht hier nicht: Das sind die einzelnen Wörter, die du brauchst, um ihm zu folgen.
Wortschatz
| ES | EN | IT | FR | PT | NL | DE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| compañía | company | compagnia | compagnie | companhia | gezelschap | Gesellschaft |
| mano | hand | mano | main | mão | hand | Hand |
| cintura | waist | vita | taille | cintura | middel | Taille |
| paso | step | passo | pas | passo |
Was dir dieser Song beibringt
Niveau · A2+
- Vokabeln
- 29
- Adjektive
- 15
- Wortkombis
- 16
- Redewendungen
- 12
- Verbformen
- 31
- Quizfragen
- 35
Hintergrund
Über den Song
«La trama y el desenlace» («Die Handlung und das Ende») ist ein Lied des uruguayischen Liedermachers Jorge Drexler. Es ist der zweite Titel von «Amar la trama», dem Album, das er am 16. März 2010 bei Warner Music veröffentlichte, und es dauert etwas mehr als vier Minuten. Er hat es selbst geschrieben, und das Album hat seinen Titel von der Idee im Kern dieses Liedes: die Handlung einer Geschichte mehr zu lieben als ihren Ausgang.
Drexler wurde am 21. September 1964 in Montevideo geboren und studierte Medizin an der Universidad de la República, mit der Fachrichtung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Nach und nach nahm die Musik überhand. 1995 lud ihn der spanische Sänger Joaquín Sabina nach Madrid ein, wo er seine Alben aufnahm und wo er sich schließlich niederließ. 2005 gewann er als erster Uruguayer einen Oscar, für «Al otro lado del río», das Lied, das er für den Film «Die Reise des jungen Che» geschrieben hatte, und es war das erste spanischsprachige Lied, das als bester Filmsong ausgezeichnet wurde.
«Amar la trama» entstand auf ungewöhnliche Weise. Statt monatelang in einem geschlossenen Studio zu arbeiten, nahmen Drexler und seine Musiker die Stücke in vier Tagen auf, vom 1. bis 4. November 2009, in den Estudios Cata in Madrid, einem Fernsehstudio, in dem ein kleines Publikum vor der Band saß. Die Zuhörer, etwa zwanzig pro Sitzung, wurden über einen Wettbewerb im Internet ausgewählt. Drexler erklärte, dass er besser singt, wenn Menschen vor ihm sitzen, und dass er die Kälte eines Aufnahmestudios vermeiden wollte. Produziert wurde das Album von dem Argentinier Matías Cella, mit Drexler und Carles «Campi» Campón als Koproduzenten, und zu den Musikern gehörten der amerikanische Organist Ben Sidran und die spanische Schauspielerin und Sängerin Leonor Watling, Drexlers Partnerin. Der normalen Ausgabe lag ein Dokumentarfilm auf DVD bei, «La trama circular», der diese Aufnahmen zeigt.
Das Lied erzählt eine ganz einfache Szene. Zwei Menschen gehen an einem freien Nachmittag Arm in Arm durch die Straßen von Madrid, langsam, ohne Ziel und ohne etwas anderes zu tun als zu schlendern. Irgendwann, ohne dass einer von beiden es plant, wechselt der eine den Schritt, bis beide genau im gleichen Rhythmus gehen. Diese winzige Veränderung ist die ganze Geschichte: ein kleiner, fast versteckter Sprung, den das Lied mit zwei Saiten vergleicht, die zusammen klingen, mit derselben Zahl auf verschiedenen Würfeln, mit Soldaten, die im Gleichschritt marschieren, und mit zwei Blinklichtern, die plötzlich gleichzeitig aufleuchten. Den beiden zerstreuten Spaziergängern gelingt es für einen Moment, die Zeit der Traurigkeit anzuhalten. Der Refrain reiht Verben der Bewegung aneinander, gehen und kommen, folgen und führen, geben und haben, hineingehen und hinausgehen, und spricht dann die Idee aus, die dem Album seinen Namen gibt. Gegen Ende stellt sich der Sänger vor, wie die Figuren eines Films des französischen Regisseurs Éric Rohmer umherzustreifen, ohne darauf zu warten, dass etwas Besonderes geschieht.