Nessuno
Mina
- Sprache
- Italienisch
- Erschienen
- 1959
- Genre
- rock and roll
- Niveau
- A1+
- Schwierigkeitswert
- 461
- Besonderheit
- Classic
- Dauer
- 2:14
Wie du diesen Song lernst
Die Karte zu „Nessuno“ besteht aus 21 Lerneinträgen auf Niveau A1+: 9 Wörter auf Italienisch, 2 Adjektive und 10 Verbformen. Fang mit destino, amore und cielo an: Damit hört der Großteil der Zeilen auf, Ratespiel zu sein. Dieser Song steht und fällt mit seinen Verben: 10 verschiedene Formen gegenüber 2 Adjektiven, die Arbeit steckt also in der Konjugation. Auf diesem Niveau geht es ums Wiedererkennen: Wort hören, einordnen, weiter.
Die Wörter dieses Songs, in mehreren Sprachen
Jedes Wort hier unten stammt aus diesem Song und ist von uns übersetzt. Der Songtext steht hier nicht: Das sind die einzelnen Wörter, die du brauchst, um ihm zu folgen.
Wortschatz
| IT | EN | ES | FR | PT | NL | DE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| destino | fate, destiny | destino | destin | destino | lot | Schicksal |
| amore | love | amor | amour | amor | liefde | Liebe |
| cielo | sky, heaven | cielo | ciel | céu | hemel | Himmel |
| dono | gift | regalo, don | don, cadeau |
Was dir dieser Song beibringt
Niveau · A1+
- Vokabeln
- 9
- Adjektive
- 2
- Wortkombis
- 7
- Redewendungen
- 5
- Verbformen
- 10
- Quizfragen
- 35
Hintergrund
Über den Song
«Nessuno» («Niemand») ist ein italienisches Lied aus dem Jahr 1959, das zu einem der ersten großen Hits von Mina wurde, der Sängerin, die die italienische Popmusik danach über Jahrzehnte prägen sollte. Das Lied wurde nicht für sie geschrieben. Laut der italienischen Wikipedia stammt der Text von Antonietta De Simone und die Musik von Edilio Capotosti und Vittorio Mascheroni; die englische Wikipedia nennt De Simone und Capotosti als Urheber. Es wurde beim neunten Festival von Sanremo im Jahr 1959 vorgestellt, wo es nach den damaligen Regeln zweimal von zwei verschiedenen Künstlerinnen gesungen wurde, von Wilma De Angelis und Betty Curtis. Es landete auf dem achten Platz. Gewonnen hat das Festival in jenem Jahr «Piove (Ciao ciao bambina)», gesungen von Domenico Modugno und Johnny Dorelli.
Die beiden Festivalfassungen waren elegant und melodisch, in dem Stil, den das Publikum in Sanremo erwartete. Betty Curtis nahm das Lied für das Label CGD auf und Wilma De Angelis für Philips, und später im Jahr 1959 nahm auch die erfahrene Sängerin Nilla Pizzi es mit dem Orchester von Marcello De Martino auf. Die italienische Wikipedia bezeichnet den Erfolg dieser melodischen Aufnahmen als mäßig, und laut der englischen Wikipedia beachtete das Publikum sie kaum. Die Geschichte von «Nessuno» wäre dort wohl zu Ende gewesen, hätte nicht eine neunzehnjährige Sängerin aus Cremona beschlossen, das Lied völlig auf den Kopf zu stellen.
Mina nahm das Lied für Italdisc auf, das Label des Produzenten Davide Matalon, und verwandelte es vollständig. Ihre Fassung ist schnell, laut und synkopiert: Sie singt mit voller Stimme, dehnt und bricht die Phrasen und entfernt sich von der ursprünglichen Melodie, sodass aus einer sentimentalen Ballade ein Stück italienischer Rock ’n’ Roll wird. Die italienische Wikipedia spricht von einer Swing-Fassung, die das Tempo des Liedes verändert. Sänger dieses neuen, energiegeladenen Stils nannte man «urlatori», die «Schreihälse», und Mina wurde bald die bekannteste von allen. Laut der englischen Wikipedia stellte sie ihr «Nessuno» zum ersten Mal bei einem Rock-’n’-Roll-Festival im Eispalast von Mailand vor, und die Single wurde ein großer kommerzieller Erfolg: Es ist die Aufnahme, an die sich heute alle erinnern.
Der Text ist ein kurzer und sehr direkter Liebesschwur. Die Sängerin schwört, dass niemand, nicht einmal das Schicksal, sie jemals von dem Menschen trennen kann, den sie liebt, weil ihre Liebe ein Geschenk des Himmels ist und für immer bestehen wird. Sie sagt, dass sie nur bei ihm eine grenzenlose Freude spürt, dass er zugleich ihre Vergangenheit und ihre Zukunft ist und dass ihre ganze Welt mit ihm beginnt und endet. Im letzten Teil stellt sie sich vor, wie diese Liebe von der Ewigkeit erleuchtet wird. Es gibt keine Handlung, keinen Streit und keine Rivalin: Das ganze Lied ist ein einziges Versprechen, das mit wachsender Intensität wiederholt wird, und das Wort aus dem Titel kehrt immer wieder zurück wie ein Trommelschlag.