Dernière danse
von Indila
- Sprache
- Französisch
- Erschienen
- 2013
- Genre
- pop
- Niveau
- A2+
- Schwierigkeitswert
- 641
- Dauer
- 3:33
Wie du diesen Song lernst
„Dernière danse“ zu lernen heißt 58 Einträge auf Niveau A2+: 30 Wörter auf Französisch, 6 Adjektive und 22 Verbformen, alles aus dem, was der Song wirklich sagt. Das Glossar ist der Anfang: souffrance, importance und être sind die Schlüsselwörter des Songs. Dieser Song steht und fällt mit seinen Verben: 22 verschiedene Formen gegenüber 6 Adjektiven, die Arbeit steckt also in der Konjugation. Auf diesem Niveau geht es ums Wiedererkennen: Wort hören, einordnen, weiter.
Die Wörter dieses Songs, in mehreren Sprachen
Jedes Wort hier unten stammt aus diesem Song und ist von uns übersetzt. Der Songtext steht hier nicht: Das sind die einzelnen Wörter, die du brauchst, um ihm zu folgen.
Wortschatz
| FR | EN | ES | IT | PT | NL | DE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| souffrance | suffering | sufrimiento | sofferenza | sofrimento |
Was dir dieser Song beibringt
Niveau · A2+
- Vokabeln
- 30
- Adjektive
- 6
- Wortkombis
- 9
- Redewendungen
- 12
- Verbformen
- 22
- Quizfragen
- 35
Hintergrund
Über den Song
„Dernière danse“ erschien im November 2013 als erste Solo-Single von Indila, dem Künstlernamen der Pariser Sängerin und Songwriterin Adila Sedraïa, und ebnete den Weg für ihr Debütalbum „Mini World“, das im Februar 2014 bei Capitol und AZ folgte. Produziert wurde das Stück von Skalpovich, besser bekannt als Skalp, der anschließend das ganze Album produzierte. Bis dahin war Indila vor allem als Stimme auf den Platten anderer zu hören gewesen, wo sie Hooks für französische Rapper sang, und nur sehr wenige Hörer außerhalb dieser Szene kannten ihren Namen. Innerhalb weniger Monate hatte der Song sie zu einer der bekanntesten französischen Stimmen des Jahrzehnts gemacht, weit über die frankophone Welt hinaus.
Der Song erzählt eine einfache Geschichte mit viel Gefühl. Eine junge Frau hat den Mann verloren, den sie liebt, oder zumindest ist er nicht mehr bei ihr, und sie streift allein durch Paris, steigt sogar in den Untergrund hinab, ohne ein bestimmtes Ziel. Sie spricht zu ihrem eigenen Schmerz fast wie zu einem Begleiter, der immer wiederkehrt. Sie fühlt sich klein und unbedeutend, ein wenig ängstlich, und beschließt, dass die einzige Antwort darin besteht, ein letztes Mal zu tanzen – um zu vergessen, loszulassen und sich zu wünschen, dass alles von vorn beginnen könnte. Im Refrain wird der Tanz zu etwas Größerem: Sie scheint den Himmel, den Wind und den Regen aufzuwühlen, rennt voller Angst durch den Lärm der Stadt und lässt sich schließlich davontragen, bis sie über allem fliegt.
Zwischen den Refrains gibt es eine kurze Bridge, in der sie gesteht, dass das Leben ohne ihn, so sehr sie sich auch abmüht, nur an der Oberfläche strahlend aussieht, wie eine bemalte Bühnenkulisse, hinter der nichts ist. Die letzte Strophe schlägt einen anderen Ton an: Sie hat für ihre Fehler bezahlt, ihr Herz ist noch immer riesig, und sie beschreibt sich als jemand, der der ganzen Welt gehört statt einem einzigen Ort. Indila hat oft über ihre eigene gemischte Familienherkunft gesprochen – sie hat algerische, kambodschanische, indische und ägyptische Wurzeln –, und viele Hörer verstehen dieses Schlussbild ebenso als persönliches Bekenntnis wie als Zeile in einem Liebeslied.
Für Französischlernende ist der Song eine kleine Schatzkiste alltäglicher Grammatik in dramatischem Rahmen. Er steckt voller pronominaler Verben – die Verben für Weglaufen, Sich-Hingeben und Davonfliegen stehen alle mit Reflexivpronomen – und verwendet die sehr häufige Konstruktion „avoir beau“ mit Infinitiv, die bedeutet, dass jemand etwas vergeblich tut, so viel Mühe er sich auch gibt. Er zeigt „ne … que“ im Sinne von „nur“, einen Subjonctif nach einem Verb des Wünschens, einen mit „que de“ gebildeten Ausruf, das Relativpronomen „dont“ und eine stilistische Inversion, bei der das Verb vor seinem Subjekt steht. Außerdem schmuggelt er zwei Wörter der gesprochenen Sprache hinein: eine verkürzte Slangform von „paranoid“ und ein umgangssprachliches Verb für schwere Plackerei. Der Refrain wiederholt eine Handvoll Verben immer wieder, sodass man ihm schon beim ersten Hören gut folgen kann.