Ancora qui
von Elisa
- Sprache
- Italienisch
- Erschienen
- 2012
- Genre
- pop
- Niveau
- A2+
- Schwierigkeitswert
- 628
- Dauer
- 5:08
Wie du diesen Song lernst
„Ancora qui“ bringt 14 Wörter auf Italienisch, 7 Adjektive und 25 Verbformen mit — 46 Lerneinträge insgesamt, Niveau A2+. Geh zuerst das Glossar durch: Auf occhi, parte und erba stützt du dich am meisten. Dieser Song steht und fällt mit seinen Verben: 25 verschiedene Formen gegenüber 7 Adjektiven, die Arbeit steckt also in der Konjugation. Auf diesem Niveau geht es ums Wiedererkennen: Wort hören, einordnen, weiter.
Die Wörter dieses Songs, in mehreren Sprachen
Jedes Wort hier unten stammt aus diesem Song und ist von uns übersetzt. Der Songtext steht hier nicht: Das sind die einzelnen Wörter, die du brauchst, um ihm zu folgen.
Wortschatz
| IT | EN | ES | FR | PT | NL | DE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| occhi | eyes | ojos | yeux | olhos | ogen | Augen |
Adjektive
| IT | EN | ES | FR | PT | NL | DE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| verde | green | verde | vert | verde | groen | grün |
Verbformen
| IT | EN | ES | FR | PT | NL | DE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| so | I know | sé | je sais | sei | ik weet | ich weiß |
Was dir dieser Song beibringt
Niveau · A2+
- Vokabeln
- 14
- Adjektive
- 7
- Wortkombis
- 6
- Redewendungen
- 10
- Verbformen
- 25
- Quizfragen
- 35
Hintergrund
Über den Song
«Ancora qui» ist die Begegnung zweier sehr unterschiedlicher italienischer Karrieren: Die Musik stammt von Ennio Morricone, dem Komponisten der großen Italowestern, Text und Stimme gehören Elisa, der Singer-Songwriterin aus Monfalcone, die zunächst auf Englisch geschrieben und 2001 das Festival von Sanremo gewonnen hatte. Das Stück entstand für Quentin Tarantinos Western «Django Unchained» und erschien auf dem Soundtrack-Album, das am 18. Dezember 2012 bei Republic Records und Loma Vista veröffentlicht wurde. Am 4. Januar 2013 kam es über Sugar Music, Elisas Label, eigenständig als digitale Single heraus. Der Titel dauert gut fünf Minuten, als Produzenten werden Elisa und Morricone gemeinsam genannt.
Die Zusammenarbeit kam über die Plattenfirma zustande. Sugar Music brachte die beiden in Kontakt, und Morricone lud Elisa zu sich nach Hause ein, wo er ihr eine Reihe von Melodien vorspielte, die er mit Blick auf sie komponiert hatte. Für den Text gab er ihr nur einen Rat: aus ihren eigenen Erinnerungen zu schreiben, statt eine Geschichte zu erfinden. Elisa entschied sich, über eine Kindheitsfreundin zu schreiben, die an Leukämie gestorben war, und so wurde das Lied zu einem stillen Gespräch mit jemandem, der nicht mehr da ist, aber noch immer nah zu sein scheint. Die Melodie enthält außerdem eine Anspielung auf Beethovens «Für Elise», ein kleines musikalisches Echo auf den Namen der Sängerin.
Das Lied wendet sich an einen Menschen, der gegangen ist, und bewegt sich zwischen der Gewissheit, wer dieser Mensch war, und der Hoffnung auf Vergebung. Im Mittelteil blickt die Sängerin auf eine weite Landschaft – Gras, warme Luft, Blumen, aufkommender Wind, ein Himmel, über dessen Blau Wolken ziehen – und in alldem scheint sie die Verlorene wiederzuerkennen. Die Worte kommen ohne Dramatik aus: Sie nehmen hin, dass sich die Vergangenheit nicht ändern lässt, und enden mit einer Kette von Versprechen im Futur, immer wieder wiederholt, über Wiederkehr und Erinnerung.
Morricone schickte Tarantino zunächst ein schlichtes, auf dem Klavier aufgebautes Demo. Dem Regisseur gefiel es so gut, dass er genau diese Fassung im Film verwendete, ohne dem Komponisten vorher zu sagen, an welcher Stelle sie zu hören sein würde. Später wurde ein volleres Arrangement aufgenommen, das es jedoch nicht auf den Soundtrack schaffte. Diese vollere Fassung fand ihren Platz auf Elisas nächstem Studioalbum, «L’anima vola», erschienen am 15. Oktober 2013, wo sie als neunter Titel steht. Es war ihr erstes Studioalbum, das vollständig auf Italienisch geschrieben war.